Hollerbach, Neues und Co
Der Hollerbach
Was konnte man sich noch aufregen, wenn der Hollerbach auf dem Platz war. Sein Spruch, dass entweder der Ball oder der Gegenspieler nicht an ihm vorbei kämen, aber nie beide gleichzeitig, ist ja schon grenzwertig. Aber im Profigeschäft noch von Vielen als vertretbar bewertet.
Worin Hollerbach aber ein Experte war, ist die Kombination aus Foulspiel und sterbendem Schwan. Der Gegenspieler wurde rüde umgetreten. Der Schiedsrichter pfiff und eilte zum Tatort. Bernd trollte sich ein Paar Meter fort und nutzte die Gelegenheit, einen Streit mit einem anderen Gegenspieler hinter dem Rücken des Referees anzuzetteln. Dabei kam es zu Körperkontakt und holler die boller fiel unser Bernd zwar nicht in den Bach, aber auf den Rasen. Der Unparteiische kommt dazu und die Karte gegen den Schubser wird gezückt.
Der Pfälzer Brusttatscher
Das doppelte Foul war Hans-Günters Spezialität. Saumagen mag ja noch etwas für Feinschmecker sein, aber pfälzer Sau liegt jedem Fairplayer schwer im Magen.
Hans-Günter Neues haute nach alter Schule (früher auch Mal als eine der deutschen Tugenden beschönigt) den Gegenspieler um. Tat dann so, als wolle er sich entschuldigen und den am Boden liegenden Gefoulten freundschaftlich berühren und ihm aufzuhelfen. Aber statt zu helfen, kniff Hans-Günter ganz hinterhältig seinen Gegenspieler in Brust, Rücken oder sonst wo hin. Sehr häufig kam es dann zu einer heftigen Abwehrreaktion, also einer Tätlichkeit. Hans-Günter machte den Pilatus, rieb sich die Hände und es sah so aus als wüsche er sie sich in Unschuld.
Ein Freund, ein guter Freund ...
Steffen Freund war einer, wenigstens beim BvB, der sich immer für die Mannschaft einsetzte und dabei war ihm kein Weg zu weit. So war er z. B. wärend eines Spieles balltechnisch kaum zu sehen. Er hielt sich vornehm zurück und ließ die anderen in Ruhe spielen.
Er stand in der eigenen Hälfte, ganz weit auf der rechten Seite. Vorne links im dortmunder Angriff wurde ein Mitspieler zu Fall gebracht. Steffen nicht faul, spurtete 70 Meter diagonal über das Spielfeld und tobte und lamentierte und versuchte den Schiri zum "konsequenten" Handeln zu bewegen. Das brachte ihm viele Pluspunkte ein und er schnitt in den Spielerbewertungen der Tageszeitungen in Dortmund und der Bild"zeitung" gut ab.
Andi
Der einzige Spieler auf der Welt, der fliegen kann und nach dem in Dortmund eine Brücke benannt ist.
Zu erst die Brücke: "Wenne nachn Westpaak wills, getts ma vom Stadion aus: Dann fährße die Lindemannstraße runter und dann geht das Andi Möller Brücke links rein.
Das Fliegen als Schwalbe wurde ihm von Medienleuten und Gegner als Spezialität nachgesagt. Dies begründete sich in einem Abheben mit anschließendem Bauchklatscher in Karlsruhe. Wobei der Gegenspieler mindestens drei Meter weg war. Trotzdem gab es 11-Meter. "Das war eine Schutzschwalbe. Ich dachte damals, dass Dirk Schuster mich voll umhauen würde." - Angebliche Begründung, warum er sich 1995 im Strafraum des Karlsruher SC fallen ließ, als der Verteidiger nahte.