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Pannen Olli (Kahn)
Dass der ehemalige Titan ein Pannenkönig ist, kann niemand ernsthaft bestreiten.
Manchmal steht er sogar zu einem Fehler! "Es ist immer bitter, wenn man Fehler im Finale macht. Es war, glaube ich, der einzige Fehler im Ganzen Turnier. Das ist zehnfach bitter," sagte er ein Paar Tage nach dem 30. Juni 2002.
Ein halbes Jahr später sah er die Fußballwelt schon wieder durch die rosarote Brille. "Sie bezeichnen das vielleicht als Fehler. Für mich als Torwart gibt es immer eine sachliche Erklärung. Es war einfach ein fieser, unterschnittener Ball, und der Ball war nass. Aber das begreifen sowieso nur Torhüter."
Dann bekommt er einen Eingeschenkt, den selbst ich gehalten hätte und der Titan gibt an, dass er sowieso kaum was gesehen habe, da er mit einer Augenverletzung gespielt habe! Wie blöde muss man sein, um so etwas zu sagen und es dann auch zu tun, wohlwissend, dass es der eigenen Mannschaft schadet.
Oder er lässt ein Ei durch und gibt hinterher zu Protokoll, dass er nach der Verletzung noch nicht den Rhythmus habe. Toll! Der Schuss aufs Tor erfolgt nach einem bestimmten Rhythmus, nach genau festgelegten, messbaren Vorgaben, aber er hat ihn nicht gefunden. Was ist das denn?!
Dann gibts was um die Ohren und Kahn erzählt, dass Fußball brutal sei, dass er fast schon alles erlebt habe und dass es ihm immer wieder schwer falle sich zu motivieren, seine Leistung abzurufen. Hä?! Der Mann verdient ein Schweinegeld. Der Mann hat Verantwortung in einem Team, dass auf einen motivierten Torhüter angewiesen ist. Dann kann unsereins sich auch hinstellen und sagen: "Chef, ich habe jetzt Mal für 5000 € Material vermurkst. Chef, ich hab´ doch nach 10 Jahren fast alles im Klemptnerhandwerk erlebt, deshalb kann ich mich nicht motivieren, vernünftig zu arbeiten."
Moderner Fußball oder die Doppelung und die faulen Bundesligaspieler
Die Sommermärchenmannschaft hat es vor gemacht. Der Gegner wird schon in der Spielentwickelung gestört. Der Ballführer muss direkt bei der Ballannahme von zwei Spielern gestört und unter Druck gesetzt werden. Die nächsten Anspielstationen sind jeweils abgedeckt ,so dass aus diesem gesamten Abwehrverhalten nur drei Spielmöglichkeiten für den Ballführer möglich sind. Zum Ersten der riskante Pass zu einem der abgedeckten Mitspieler, der mit hoher Wahrscheinlichkeit abgefangen werden kann. Zum Zweiten gibt es das Rückspiel zum letzten Mann und /oder Torwart. Und zu guter Letzt bleibt der weite hohe Pass nach vorne oder zur anderen Seite. Da hierbei die Verteidiger wärend der Flugzeit des Balles auch einiges an Strecke zurück legen können, ist ein Ballabfangen möglich oder es entsteht die gleiche Situation wie vorher.
Diese Abwehrarbeit setzt viel Engagement, Aggressivität und Laufbereitschaft voraus. Und natürlich muss sowohl Spritzigkeit und Kondition vorhanden sein. Die beiden letzten Faktoren sind bei jedem Profi vorhanden. Auch schließen sich Spritzigkeit und Ausdauer nicht aus, beides ist gleichzeitig trainierbar.
Aber warum hören wir so oft von Trainern oder Spielern der Bundesliga, dass man einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen sei. Gegen Barca, Arsenal, die Niederlande oder einer anderen Topmannschaft ist das ja noch nachvollziehbar. Aber gegen Frankfurt, Hertha oder gar Schalke ist dies schier unmöglich. Warum sagen die Trainer nicht, dass die Laufbereitschaft nicht da war, dass die Motivation fehlte, dass die Spieler einfach nur zu faul waren.
"Da haben Spieler auf dem Spielfeld gestanden, gestandene Männer!" Günter Netzer
Sportpsychologie für Reporter
Das Tor viel zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt!
"Man muss sich an dieser Stelle auch Mal die Frage Stellen, ob es Gegentore gibt, die zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt fallen." Christoph Daum
Die Seele der Fans
Fans sind leidensfähig bis zum Gehtnichtmehr. Doch, wo ist das Gehtnichtmehr? Umbenennung des Stadions? Trikot Mal in einer anderen Grundfarbe? Umbenennung des Vereins? Alles zusammen?
In Salzburg ist das oben Beschriebene zusammen gekommen und nur wenige Fans haben sich abgewendet.
Beim FC Wimbledon sieht das anders aus! Die Eigentümer des Clubs hatten beschlossen, den Club aus dem Südwesten Londons 120 Kilometer in die Retortenstadt Milton Keynes umziehen zu lassen. Dort spielt der FC Wimbledon vor ca. 1000 Zuschauern. Die alten FC - Fans gründeten einen neuen Club, den AFC Wimbledon, der spielt in der 8. Liga vor ca. 3000 Supportern.